Die Frage:
Ich habe Betonsteine, auf denen sich mittlerweile deutlich Reifenspuren abzeigen. Diese würde ich gerne entfernen bzw. ich bin auch am überlegen, ob es eine Möglichkeit gibt die Neubildung zu vermeiden bzw. zu verringern.

Das Stone-Care-Team antwortet:
Das ist eine sehr schwierig zu lösende Angelegenheit, die Sie da haben.

Reinigung:

Reifenspuren lassen sich nur schwer entfernen, ohne die Oberfläche zu schädigen. Der Grund sind die Weichmacher, die im Gummi enthalten sind. Sie verfärben mit der Zeit den Stein und danach wird eine Beseitigung der Spuren noch schwieriger.

Grundsätzlich lassen sich die Reifenspuren auf säurefesten Materialien wie Fliesen oder Granit mit einem säurehaltigen Reiniger (zum Beispiel unser KLENAX Steinreiniger Extrem – CE) recht leicht entfernen.

Bei Betonwerksteinen setzt die enthaltene Säure aber dem Bindemittel des Steines zu. Man löst die Oberfläche sozusagen an, es entstehen Löcher und Risse. Stark basische Reiniger oder lösemittelhaltige Reiniger können zwar mit etwas mehr Aufwand auch eine Entfernung erzielen, das eigentliche Problem ist aber selbst damit nicht hundertprozentig beseitigt. In der gewerblichen Reinigung setzen wir daher oft Polierpads, wie zB. die Twister Diamantpads (meist in Verbindung mit einer Einscheibenmaschine) ein, welche die Oberfläche mechanisch und gründlich reinigen, in dem sie den Beton aufpolieren.

Prävention:

Beschichtungen/Imprägnierungen sind in der Regel noch empfänglicher für Reifenspuren und das entstehende Quietschen von Gummireifen auf einer beschichteten Oberfläche ist auch nicht gerade angenehm. Man kennt das ja aus verschiedenen Parkhäusern. Imprägnierungen können da nur zu einer leichten Verbesserung oder Reduzierung beitragen, zudem wäre bei hoher Belastung durch regelmäßigen Autoverkehr immer wieder in relativ kurzen Abständen eine Neubeschichtung erforderlich.

Sehr viel erfolgversprechender in der Prävention sind hingegen Veränderungen der Oberflächenbeschaffenheit der eigentlichen Betonplatte durch eine chemische Betonverdichtung. Hierbei wird der Porenraum an der Oberfläche reduziert und somit auch die Anhaftungsmöglichkeit des Gummis. Diese Betonverdichtung ist sehr nachhaltig, hält auch hohen Belastungen stand und besteht bei richtiger Pflege auf Jahrzehnte hinaus. Sie ist im kleinen Maßstab (Mikrorisse) sogar selbstreparierend und benötigt nur eine regelmäßige Pflege mit Wasser, welches das Kristallwachstum anregt, das die Porenräume des Betons füllt.

Der Auftrag ist allerdings nicht einfach und sollte nur von erfahrenen Dienstleistern durchgeführt werden.

Die Frage:

Was empfehlen Sie zur Entfernung von Kalkflecken auf kristallinem Marmor oder Kalkstein? Da ich mit keinem säurehaltigem Reiniger arbeiten kann, muß ich einen ph-neutralen Reiniger benutzen. Gibt es hierfür ein passendes Reinigungsmittel?

Das Stone-Care-Team antwortet:

Kalk lässt sich nur durch Säure effektiv lösen. Alle anderen, nicht auf Säure basierenden Reiniger liefern nach unseren Erfahrungen kein besonders zufriedenstellendes Ergebnis. Grund dafür ist, dass sich der Kalk der Wasserrückstände mit dem Kalkstein auf der Oberfläche des Steines verbindet und somit sehr hartnäckig darauf haftet. Die Säure löst zwar Kalk, kann aber natürlich nicht unterscheiden zwischem dem Kalk des Fleckens und dem Kalk des Steines. Verwendet man einen entsprechend verdünnten Reiniger, um den originalen Stein zu schonen, wird er Kalkfleck auch nur unzureichend entfernt. Ist der Reiniger zu stark konzentriert, wird auch die zu reinigende Steinoberfläche mit angegriffen. Wir arbeiten noch an einer Lösung.

Eine mechanische Entfernung des Kalkfleckens ist mit einer Sepiaschale möglich, in aller Regel ist danach die Politur des Steines aber leicht beschädigt. Dies lässt sich durch Poliermittel wie zB. Liqui Polish wieder herstellen, sofern die Beeinträchtigung nicht zu stark ausgefallen ist.

Es ist daher zu empfehlen, gerade kalkhaltige Steinoberflächen zu imprägnieren. Das bildet sozusagen eine Schicht zwischen Oberfläche und Kalk, so dass sich der  Kalk leichter und ohne Schäden entfernen lässt. Das gilt in aller Regel für alle Natursteine.

Die Frage:
Ich habe eine Sandsteinfläche von etwa 25 m² und möchte diese gerne imprägnieren. Wieviel Liter an Imprägnierungsmittel brauche ich dafür?

Das Stone-Care-Team antwortet:
Da Sandstein als sehr offenporiger Stein sehr viel Flüssigkeit aufsaugt, ist eine Vorimprägnierung zu empfehlen, damit der Stein verfestigt wird und Sie von der eigentlichen Imprägnierung nicht so viel auftragen müssen.

Wir empfehlen hier unseren Primer, den Steinschutz – PW, als Vorbehandlung für die eigentliche Imprägnierung. Da spezielle Sandstein-Imprägnierungen (wie zB. der Steinschutz Plus – PP) in der Regel nicht ganz günstig sind, sparen Sie hier also bares Geld. Ohne eine Vorimprägnierung kann man Sandstein selbstverständlich auch imprägnieren, nur muss man sehr viel mehr Imprägnierungsmittel auftragen.

Für Ihre Fläche würden Sie etwa zwei Liter Imprägnierungsmittel benötigen. Entweder 1 Liter Vorimprägnierung und 1 Liter Hauptimprägnierung oder eben 2 Liter Hauptimprägnierung.

Die Frage:
Ich suche ein Reinigungsmittel, um Kaffeeflecken von einer grauen, geflammten Granitplatte zu entfernen. Was können Sie mir empfehlen?

Das Stone-Care-Team antwortet:
Für die Entfernung von organischen Resten und Flecken von Gras, Laub, Holz, Fruchtsäften und eben auch Kaffee gibt es natürlich spezielle Fleckenentferner. Dabei muss man aber, wie immer bei der Reinigung von Steinoberflächen, darauf achten, welcher Art der Stein ist. Kalkfleckenreiniger reinigen zwar Kalkflecken, greifen aber natürlich auch kalkhaltige Oberflächen wie zB. Marmor an.

In Ihrem Falle, auf Granit, können Sie einen etwas aggressiveren Fleckenentferner verwenden. Wir empfehlen den Fleckenentferner (Tannin) – CF von KLENAX. Da Sie hier nur kleine Flächen zu reinigen haben, ist ein anschliessendes Neutralisieren mit KLENAX Steinreiniger Aktiv-CA nicht unbedingt erforderlich, auch wenn es die Anwendungsanleitung so vorschreibt. Das sollten Sie nur tun, wenn Sie zB. eine ganze Terrasse von Pflanzenrückständen reinigen wollen.

Für den Fall, dass bei älteren Flecken die Flüssigkeit bereits leicht in den Stein eingedrungen ist und mit einer Oberflächenreinigung nicht vollständig entfernt werden kann, ist eine anschliessende Behandlung mit KLENAX – Fleckenentferner – CFC anzuraten. Der CFC ist im Grunde kein Fleckenentferner im Sinne des mechanischen oder chemischen Entfernens eines Flecks. CFC bleicht den Fleck aus, so dass er nicht mehr zu sehen ist. Somit eignet er sich zur Beseitigung hartnäckiger Fleckspuren und vor allem zum Einsatz auf kalkhaltigen und polierten Steinoberflächen, die beim Einsatz von CF leicht angegriffen werden können. Doch auch mit dem CFC ist ein vorsichtiger Einsatz anzuraten, da bei zu intensiver Behandlung eine Entfärbung des Steines auftreten kann und man nichts weiter erreicht hat, als einen dunklen Fleck gegen einen hellen Fleck einzutauschen.

Sie sollten daher grundsätzlich immer an einer unauffälligen Stelle oder auf einem Muster eine Probereinigung, eine Probeauftrag vornehmen, um Dosierung und Einwirkzeit auf Ihre individuelle Steinoberfläche abzustimmen.

Selbst bei sorgfältigster Behandlung können immer wieder Löcher, Kratzer und Risse in Natur- und Kunststeinoberflächen auftreten. Kleinere Mißgeschicke oder nur die normale, alltägliche Abnutzung. Damit man nicht ganze Platten austauschen muss und dann die Neuplatte sich auch noch farblich vom Rest des Bodens oder der Treppe abhebt, kann man kleinere Schäden auch mit einem speziellen Kitt für Steinoberflächen reparieren.

Die Firma AKEMI bietet dafür unter anderem das AKELUX Stone Repair System an.

Dieses Prinzip (Kittmasse farblich passend anrühren, auftragen, aushärten) lässt sich auf die Reparatur vieler verschiedener Natur- und Kunstteinböden übertragen.

Ein Tipp: Bevor man hier als Hobby-Heimwerker selbst Hand am Objekt anlegt, sollte man vorher an einer Beispielfläche ein wenig üben, um mit dem Mischen, Auftragen und Aushärten vertrauter zu werden.

Die Frage:
Nach dem Gerbsäure (aus Eichenbrennholz ausgewaschen) auf Betonsteinen diverse Flecken hinterlassen hat, gibt es ein Mittel, um diese wieder zu entfernen?

Das Stone-Care-Team antwortet:
Ja, das gibt es. Hierfür gibt es spezielle Fleckenentferner für organische Rückstände auf Steinoberflächen, wie zB. den KLENAX Fleckenentferner-CF.

Das Produkt ist einfach anzuwenden und da es nur schwach sauer ist, müssen Sie nachträglich auch nicht neutralisieren.

Die Frage:
Unser Marmorboden, ca. 100 qm hat Flecken von ‚Hundespeichel‘. Welches Mittel empfehlen Sie uns und mit welchem Mittel können wir den Boden dauerhaft pflegen und imprägnieren.

Das Stone-Care-Team antwortet:
Eigentlich hinterlässt Hundespeichel keine tieferen Flecken auf dem Marmor und ist einfach abzuwischen. Speichel ist normalerweise farblos und hinterlässt keine Flecken. Menschlicher Speichel ist vom pH-wert leicht basisch und greift keine Oberflächen an. Hundespeichel ist zwar etwas saurer, aber auch hier dürften keine Schäden am Marmor entstehen. Hilfreich ist in Ihrem Falle aber immer eine Imprägnierung.

Die Frage:

Auf meiner Terrasse habe ich leider durch zu viel Kärchern den Naturstein zerstört und würde die Löcher gerne wieder reparieren. Mich würde interessieren, welches Produkt für die Steinreparatur geeignet ist.

Das Stone-Care-Team antwortet:

Die von Ihrem Kärchern ausgeschwemmten Bindemittel und Steinpartikel können Sie mit einem, auch eingefärbten, Zweikomponenten-Harz ausbessern. Das überschüssige Harz muss allerdings wieder abgeschliffen werden, was die Angelegenheit etwas mühselig macht, aber von der Optik beste Ergebnisse bringt. Alternativ könnte ich mir vorstellen mit einem kunststoffvergüteten Ausfugmaterial auszufugen und danach mit einer Schleifbürste zu reinigen.