Betonpflege richtig gemacht

Beton ist eigentlich ein recht anspruchsloses Material, das nur einen geringen Pflegeaufwand benötigt. Dennoch gibt es vier Punkte, deren Beachtung das Leben mit Betonoberflächen (gegoßen als Garageneinfahrt oder in Form von Terassenfliesen) noch einfacher machen:

1. Keine Hochdruckreiniger verwenden
2. Keine säurehaltigen Mittel verwenden
3. Nur pH-neutrale Reiniger verwenden
4. Vorbeugen mit Imprägnierungen oder Betonverdichtungen

Im Einzelnen …

1. KEINE Hochdruckreiniger verwenden!

Man kann es nicht deutlich und oft genug ausdrücken. Wenn Sie unbehandelte, nicht verdichtete Betonoberflächen reinigen wollen, meiden Sie bitte den Einsatz von Hochdruckreinigern. So einfach und schnell das „Kärchern“ auch geht, so leicht können Sie damit in Beton deutlich sichtbare Löcher machen. Durch den hohen Wasserdruck schiesst Wasser mit so hoher Geschwindigkeit aus der Düse, dass beim Aufprall auf die Betonoberfläche jede Menge kinetische Energie erzeugt wird, die in der Lage ist die weicheren Zuschlagsstoffe im Beton Stück für Stück im wahrsten Sinne des Wortes herauszuschlagen. Wenn Sie Hockdruckreiniger verwenden wollen, regeln Sie den Wasserdruck so tief herunter, wie es nur möglich ist. Wir empfehlen weiterhin: Lassen Sie dieses Gerät weg, wenn Sie Betonoberflächen reinigen wollen. Was zum Beispiel einem harten Granit nichts ausmacht, ist für Beton nicht geeignet.

2. Keine säurehaltigen Mittel verwenden!

Beton ist ein stark kalkhaltiges Material und somit besonders anfällig für Verätzungen durch säurehaltige Substanzen. Fruchtsaft mit seinen Fruchtsäuren, Mineralwasser und Bier mit der Kohlensäure und eben auch saure Reiniger können hier schnell unschöne Schäden an der Politur des Betons verursachen, die man nur rein mechanisch wieder herauspolieren kann. Säurehaltige Reiniger sollten daher nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt bestimmte Flecken zu entfernen. Und dann auch nur in kleinen Bereichen. Nicht aber großflächig zur regelmäßigen Unterhaltspflege.

3. Nur pH-neutrale Reiniger verwenden!

Idealerweise pflegt man Betonoberflächen nur mit Wasser und einem pH-neutralen, rückstandsfreien Reiniger. Laugenhaltige Reiniger versursachen zwar keine Verätzungen auf dem Beton, können aber mit der Zeit durch die Seifenreste und nicht abgereinigten Staub Schlieren und Schleier bilden, die gerade polierten Betonoberflächen ihren Glanz nehmen können. Bei größeren Flächen bietet es sich an den Beton mit Einscheibenmaschinen und Diamantpolierpads zu reinigen, wo oft genug nur der Zusatz von Wasser ohne jede andere Chemie nötig ist.

4. Vorbeugen mit Imprägnierungen oder Betonverdichtungen

Um die künftige Pflege zu vereinfachen und effektiver zu machen, kann man Betonoberflächen imprägnieren. Das Impregnat dringt in die Betonoberfläche ein und verschliesst die Poren, so dass anfallende Verschmutzungen leichter abgereinigt und die Oberfläche besser gegen aggressive Umwelteinflüße geschützt werden können. Dabei bleibt der Beton aber diffusionsoffen, so dass Feuchtigkeit aus dem Untergrund weiterhin verdunsten kann. Bei größeren Flächen empfiehlt sich eine chemische Betonverdichtung, bei der sich auf und in der Betonoberfläche eine harte Kristallschicht bildet. Dadurch wird der mechanische Abrieb verringert, es entsteht weniger Staub. Auch können Flüssigkeiten nicht mehr so einfach eindringen.

 
Comments
Dietrich Schaefer

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir wohnen in einem Haus mit einer Beton-Garagen-Einfahrt. Im Laufe von nun ca. 35 Jahren ist in die Pflege einiges Geld geflossen. Immer wieder Reinigen mit Hochdruck, konservieren, malen, hat nicht zum Erfolg geführt. Können Sie mir einen Rat geben wie wir in Zukunft die Pflege mit mehr Erfolg durchführen können? Uns wurde jetzt ein Angebot durch Behandlung mit einer Sulfiton-Dickbeschichtung unterbreitet. Was halten Sie davon?
Für eine Antwort sind wir Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüssen aus Hamburg,
Dietrich Schaefer

Mit freundlichen Grüssen,
Dietrich Schaefer